Leben mit COPD – Therapie und Behandlung der Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung

Juni, 2013

Kann man Copd aufhalten bzw. den Fortschritt der Lungenkrankheit verlangsamen ?

Die chronisch obstruktive Bronchitis ist eine immer weiter voranschreitende Entzündungserkrankung der Lunge bei der das Bronchialgewebe zunehmend vernarbt. Es ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft leider nicht möglich die Copd Krankheit aufzuhalten. Es befinden sich allerdings ein paar erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeiten in der Erprobung. Die Forschung in diesem Bereich ist also noch lange nicht abgeschlossen.

Die aktuell angewandten Behandlungsmöglichkeiten können aber bereits den Fortschritt der Krankheit verlangsamen. Durch gezielte Behandlung mit Entzündungshemmenden und Bronchienerweiterenden Medikamenten kann das voranschreiten der Copd Krankheit reduziert werden. Dem Patienten wird dadurch wertvolle Lebenszeit geschenkt und der Übergang in schwerere Copd Stadien mit anhaltender schwerer Symptomatik erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt als bei unbehandelten Patienten. bereits

Aus diesem Grund ist es wichtig das die Erkrankung so früh wie möglich erkannt und mit der Behandlung angefangen wird. Wenn die Therapie der Copd Krankheit nämlich bereits in den Stadien Gold I bzw. Gold II begonnen wird haben die Erkrankten die Möglichkeit noch längere Zeit in diesen relativ beschwerdefreien Copd Stadien zu bleiben, ohne die ausgeprägte Symptomatik von Copd III oder Copd IV zu entwickeln.

Es empfiehlt sich daher bereits bei den ersten Anzeichen, also dem Beginn der ersten Symptome einen Arzt aufzusuchen. Die typische Symptomatik einer Copd Erkrankung ist nach den Anfangsbuchstaben der einzelnen Symptome benannt – AHA – Auswurf, Husten, Atemnot. Besonders in den ersten Stadien der Krankheit sind oft nur einzelne Symptome ausgeprägt. Viele tun diese ersten Anzeichen einer COPD leichtsinnig als Raucherhusten ab und tragen so einen bedeutenden Teil zum voranschreiten der Lungenkrankheit bei.
Seien Sie deshalb nicht leichtsinnig und gehen Sie unverzüglich zum Arzt, sobald die ersten Krankheitszeichen auftreten!

Vorwiegend vegetarische Ernährung bei bestehender COPD – Vegetarier atmen (etwas) besser

Bei der COPD Krankheit handelt es sich nämlich um eine Entzündungskrankheit. Durch eine gezielte Ernährung kann die Produktion von Entzündungsbotenstoffen reduziert werden. Dies bremst den Fortschritt der Erkrankung etwas aus und gibt dem Patient somit mehr wertvolle Lebenszeit.

Empfohlen wird eine vorwiegend vegetarische Ernährung, bei welcher der tägliche Kalorienbedarf mit Obstsorten, Milch und Milchprodukten sowie vielen Vollkornprodukten und Gemüsesorten gedeckt werden kann. Obst und Gemüse enthalten viel Vitamin E, C und A, welche dabei helfen Radikale im Körper zu binden. Ebenfalls enthalten sind die Spurenelemente Selen, Zink und Kupfer. Diese sind z.B. in Obst, Kartoffeln sowie Milch und Milchprodukten enthalten. Weshalb sich der Verzehr dieser positiv auf die Krankheit auswirken kann.

Anstelle des Verzehrs von rotem Fleisch oder Schweinefleisch (Diese Fleischsorten enthalten Arachidonsäure, welche bedingt entzündungsfördernd wirkt) sollte man lieber Fisch essen. Empfohlen werden mindestens 2-3 Mahlzeiten pro Woche in denen Fisch- bzw. Meeresfrüchte zu sich genommen werden. In diesen sind nämlich die entzündungshemmenden Omega 3 Fettsäuren enthalten. Diese befinden sich auch in Pflanzenölen wie Rapsöl, Sonnenblumenkernöl und Wallnussöl.

Wer die empfohlenen Nahrungsmittel kombiniert und auf übermäßigen Fleischkonsum verzichtet bzw. diesen einschränkt lebt gesünder und tut sich und seiner Lunge etwas gutes. Lesen Sie auch unseren Ernährungsratgeber: Ernährung für Copd Patienten

Die vier verschiedenen Copd Stadien nach Gold

Bei der Copd Krankheit gibt es eine Klassifizierung in vier verschiedenen Stadien. Diese Unterteilung wurde anhand des Copd Gold Standards festgelegt. Der Schweregrad wird anhand der COPD Gold Einteilung angegeben, wobei 1 den niedrigsten und 4 den höchsten Schweregrad der Krankheit darstellt. Der Verlauf der Copd Krankheit beginnt also bei Stufe 1 und endet bei Stufe 4, der schlimmsten Stufe, bei der ein Leben ohne Hilfsmittel und medizinische Versorgung kaum mehr möglich ist.

Erstellt wurde diese Einteilung von der globalen Initiative für Copd (GOLD). Herangezogen wird diese Klassifizierung zur Einteilung der Therapiemöglichkeiten und zur allgemeinen Übersicht über den Fortschritt der Lungenkrankheit.

Bis ins Jahr 2012 war der der FEV1-Wert eines der Hauptbeurteilungskriterien für den Schweregrad einer Copd Erkrankung. Dieser wird anhand eines Lungenfunktionstests bestimmt und gibt die sogenannte Einsekundenlungenkapazität, also den Wert den die jeweilige Person innerhalb einer Sekunde ausatmen kann. Dieser Wert wird in Litern gemessen. Entgegen der landläufigen Ansicht vieler ist bei der Copd Krankheit nämlich nicht die Aufnahmefähigkeit der Lunge das Problem, sondern die Ausatemfähigkeit. Sobald Luftreste nicht ausgeatmet werden können und in der Lunge verbleiben versperren diese der beim einatmen einströmenden Luft den Weg, und sorgen somit für Atemnot bzw. Sauerstoffmangel.

Nach dem neuesten GOLD Standard werden zusätzlich zum FEV-1 Wert auch das Exazerbationsrisiko und der Schweregrad der einzelnen Symptome zur Einteilung innerhalb des GOLD-Spektrums verwendet.

Die einzelnen COPD GOLD Stadien im Überblick

 

GOLD I

Das GOLD Stadium I sagt aus das sich ein Patient im Anfangsstadium der Lungenkrankheit COPD befindet. Die Symptomatik ist oftmals so schwach ausgeprägt, das viele Erkrankte die Krankheit selbst noch gar nicht bemerken oder als Raucherhusten abtun. Der FEV-1 Wert weicht hierbei bis zu 20 Prozent vom Normalwert ab.

Weitere Informationen über die Copd Krankheit im Gold 1 Stadium

GOLD II

Das zweite Stadium der COPD wird festgestellt wenn die Lungenfunktion zwischen 20% und 50% vom Soll-Fev1 Wert abweichen. Die AHA Symptomatik (Auswurf, Husten, Atemnot) nimmt weiter zu und wird von den Patienten bemerkt. Aber auch hier tun viele betroffene die Symptome als Raucherhusten ab und tragen somit zum weiteren Fortschritt der Krankheit bei. Die Atemnot wird meist nur bei sportlichen oder anderweitig anstrengenden Aktivitäten wahrgenommen.

Weitere Informationen über die Copd Krankheit im Gold 2 Stadium

GOLD III

Das dritte Stadium einer COPD ist erreicht wenn die Lungenfunktion, also der expiratorische Wert zwischen 50 und 70 Prozent vom Normalwert abweicht. Die typische Symptomatik der COPD Krankheit ist in der Regel bereits stark ausgeprägt und geht mit Husten und dem Auswurf von Sputum einher. Bereits geringe Anstrengungen könne zu Atemnot und Sauerstoffmangel führen. Das Risiko von Exerzerbationen (Krankheitsschübe) nimmt zu.

Weitere Informationen über die Copd Krankheit im Gold 3 Stadium

GOLD IV

Das Endstadium der COPD Erkrankung wird anhand des GOLD IV Standards spezifiziert. Hierbei ist die Lungenerkrankung bereits weit fortgeschritten und die expiratorische Lungenfunktion weicht mehr als 70 Prozent vom Normalwert eines gesunden Menschens ab. Es herrscht eine dauerhafte Unterversorgung von Sauerstoff, die Erkranken haben in der Regel mit schwerer Atemnot zu tun. Diese kann selbst dann eintreten wenn die Patienten sich gerade nicht körperlich betätigen. Das Exerzerbationsrisiko ist stark erhöht, Krankheitsschübe treten vermehrt auf.

Weitere Informationen über die Copd Krankheit im Gold 4 Stadium

Raumklima verbessern und Luftfeuchtigkeit erhöhen – Raumluftbefeuchter und Luftreinigung mittels Luftreiniger sinnvoll?

Gesundes Wohnklima schaffen – Wie man das Raumklima verbessern kann

Um ein gesundes Klima in Wohnräumen zu erreichen, muss man darauf achten, dass die Schadstoffbelastung und die Luftfeuchtigkeit auf einem gesunden Niveau liegen.

Die Luft in unserem Land besitzt einen hohem Anteil an Schwebepartikeln und Schadstoffen. Selbst in ländlichen Gebieten wird der Schadstoffanteil zunehmend größer. Es wird wieder mit Holz oder Pellets geheizt, der Reifenabrieb von Autobahnen und die Abgase fliegen Kilometerweit durch die Luft und auch die Schadstoffe aus Industrieanlagen bleiben nicht an Ort und Stelle, wo sie produziert werden. Hinzu kommen Staub, Pollen und Pilzsporen die von der Luft bis zu uns nach Hause getragen werden. In unseren Wohnräumen sammeln sich diese Schadstoffe, es tritt eine erhöhte Belastung der Atemluft auf. Gerade für Lungenkranke empfiehlt sich daher die aktive Luftreinigung durch einen Luftreiniger mit Hepa-Filter

Wer ohnehin schon mit Atemwegsproblemen zu kämpfen hat, tut besonders gut daran die Schwebstoffe aus der Luft zu filtrieren. Die Geräte mit Hepa filtern fast alle der lungengängigen Schwebepartikel und Schadstoffe aus der Luft heraus. Hier ist eine Liste mit empfehlenswerten Geräten für Lungenkranke.

Um die optimale Luftfeuchtigkeit zu erreichen, muss man diese je nach Ausgangswert entweder absenken oder erhöhen. Dies kann bei leichter Abweichung durch ein verändertes Lüftungsverhalten oder aber bei starker Abweichung von der idealen Luftfeuchtigkeit auch mit Hilfe von Luftentfeuchtern realisieren.

In beiden Fällen zusätzlich hilfreich sind auch bestimmte Grünpflanzen, die Schadstoffe aus der Luft filtern und die Luftfeuchte erhöhen können.

Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

Generell sollte die Luftfeuchtigkeit (RLF, Relative Luft Feuchtigkeit) in bewohnten Wohnräumen nicht unter 35% bzw. über 70% Prozent liegen. Die ideale Luftfeuchte bei Copd liegt meiner Erfahrung nach zwischen 50% und 60%. In diesem Luftfeuchtebereich kann man als Lungenkranker am besten Atmen. Um diese Luftfeuchtigkeit zu halten empfiehlen sich automatische Raumluftbefeuchter.

Gesundes Klima schaffen: Raumluft entfeuchten mit einem Raumluftentfeuchter und die Luftfeuchte senken

Das Raumklima ist ein entscheidender Wohlfühlaspekt im Alltag. Besonders für Menschen die viel Zeit in Innenräumen verbringen ist es wichtig das die Luftfeuchte und die Schadstoffbelastung im Wohnraum bzw. in den Arbeitsräumen auf einem gesunden Niveau liegt. Die relative Luftfeuchte (RLF) sollte dabei zwischen 40 und 70 Prozent liegen. Für bereits Lungengeschwächte empfiehlt sich eine RLF zwischen 50% und 60%. Um diesen Wert auf dem idealen Niveau zu halten, ist es in vielen Gebäuden nötig zu elektronischen Hilfsmitteln zu greifen. Je nach dem ob die Luftfeuchtigkeit zu niedrig oder zu hoch ist sollte man sich die Anschaffung eines Luftbefeuchters bzw. eines Luftentfeuchters überlegen. Im Falle von schadstoffbelasteter Raumluft (Rauch, Abgase, Nähe zu Industrie oder stark befahrenen Straßen) empfiehlt sich zudem die Nutzung eines Luftreinigers, um ein gesundes Wohnklima aufrecht zu erhalten.

Um die Luftfeuchtigkeit zu senken gibt es verschiedene Wege. Mehrfach täglich stark Lüften (mit Durchzug) ist die auf den ersten Blick kostengünstigste Variante. Allerdings muss hierbei bedacht werden das dies zum einen nicht bei jeder Wetterlage sinnvoll ist (z.B. wenn draußen selbst eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht) und zum anderen kann sich dies in kälteren Monaten sehr negativ bei den Heizkosten wiederspiegeln. Hier ist es oftmals sinnvoller nur einmal am Tag zu lüften und einen Luftentfeuchter in Betrieb zu nehmen, welcher die Luftfeuchte reguliert und auf ein gesundes Maß bringt.

Luftentfeuchtungsgeräte gibt es zum einen als passive Luftentfeuchter, welche die Raumluftfeuchtigkeit z.B. in Salzen aufnehmen bzw. speichern oder aber als aktive Elektrogeräte zur Luftentfeuchtung. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit nur gering erhöht ist (bis 10%) kann man zu den günstigen passiven Entfeuchtern greifen. Bei stark erhöhten Luftfeuchtigkeitswerten hingegen empfiehlt sich die Anschaffung eines leistungsstarken Raumluftentfeuchters um ein gesundes Klima schaffen zu können.

 

Zwei günstige Luftentfeuchter für kleine Räume im Vergleich

Empfehlenswerte Luftentfeuchter bei kleinen Räumen bzw. gering erhöhter Luftfeuchte:

Zu beachten ist, das man bei Entfeuchtern dieser Leistungsklasse pro Raum in der Regel mindestens ein Modell benötigt. Die beiden oben genannten Luftentfeuchtungsmodelle eignen sich für den Dauerbetrieb. Das Modell von Wenko arbeitet komplett geräuschlos ohne Strom, muss jedoch immer wieder mit Nachfüllbeuteln bestückt werden, wenn das Material in den Beuteln mit Wasser gesättigt ist. Außerdem wälzt es die Luft nicht so gut um wie elektrische Geräte. Der Miniluftentfeuchter von Elro hingegen verursacht keine laufenden Kosten, da er nicht mit einem Granulat arbeitet, sondern die Feuchtigkeit aus der Luft zieht und in einem Wassertank speichert. Diesen leert man einfach aus wenn er voll ist. So muss man keine Nachfüllbeutel kaufen. Das Gerät hat einen niedrigen Stromverbrauch und arbeitet leise, was es auch für den Dauerbetrieb in Wohnräumen geeignet macht. So kann man dauerhaft die Luftfeuchtigkeit senken.

Zwei hochwertige Luftentfeuchter für größere Räume angetestet

Empfehlenswerte Raumluftentfeuchter für große Räume bzw. bei viel zu hoher Luftfeuchte:

Diese beiden Geräte eignen sich besonders für Wohnräume, in denen eine viel zu hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Dabei sind die Geräte so Leistungsstark das man im Normalfall vom Dauerbetrieb absehen kann. Hier reicht es oftmals die Geräte wenige Stunden am Tag laufen zu lassen, um die Luftfeuchte auf ein gesundes Maß zu reduzieren. Da man die Geräte in der Nacht nicht angeschaltet lassen muss, kommt dies vor allem Menschen zu Gute, die bei Störgeräuschen nicht einschlafen können. Beide Raumluftentfeuchtungsgeräte sind für große Räume und kleinere Wohnungen geeignet. Wenn die Leistung nicht ausreichend ist, empfiehlt sich, entgegen der Meinung vieler, nicht der Kauf eines leistungsstärkeren Entfeuchtungsgerätes. Viel sinnvoller ist die Aufstellung eines zweiten Gerätes in einem weiter entfernten Raum, um in der gesamten Wohnung bzw. dem Haus ein gesundes Wohnklima halten zu können.

 

Wie Pflanzen das Raumklima verbessern können – Diese Pflanzen filtern Schadstoffe aus der Luft und erhöhen die Luftfeuchte

Viele Grünpflanzen und Zimmerpflanzen können einen sinnvollen Beitrag zur Verbesserung des Raumklimas leisten, in dem Sie Schadstoffe aus der Luft filtern und die Luftfeuchtigkeit (minimal) erhöhen. Zudem wird Stickstoff gebunden und Sauerstoff abgegeben, weshalb Pflanzen in jedem Fall das Raumklima verbessern können. In diesem Artikel stellen wir Ihnen gezielt Pflanzen vor die Schadstoffe aus der Raumluft aufnehmen und binden können. Auch die zur Erhöhung der Luftfeuchte geeigneten Pflanzen kommen nicht zu kurz in einem weiteren Artikel über die Verbesserung des Raumklimas.

Für Lungenkranke Menschen oder Personen die in einem belasteten Umfeld (Industrienähe, nähe zu stark befahrenen Straßen oder bei Kontamination mit Rauch bzw. der Schadstoffausdünstung aus Baumaterialien und Möbeln) empfiehlt sich zusätzlich zur Haltung geeigneter Grünpflanzen vor allem die Nutzung eines Luftreinigungsgerätes zur Luftreinigung.
 

Diese Pflanzen verbessern das Raumklima in dem Sie Schadstoffe aus der Luft filtern

 

  • Gummibaum, Arecapalme, Zwergdattelpalme und Bergpalme

Diese Pflanzen sind geeignet um unspezifische Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Sie filtern allgemeine Schadstoffe und geben zudem auch etwas Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab. Die Zwergdattelpalme eignet sich darüber hinaus sehr gut zur Abscheidung bzw. Filterung von in der Luft befindlichem Xylol.

  • Drachenbaum, Grünlilie, Efeutute

Diese Zimmerpflanzen filtern vor allem Formaldehyd aus der Luft heraus. Bei Möbeln und Baumaterialien die mit Formaldehyd belastet sind ergänzen diese prima die Filterleistung eines Hepa-Aktivkohle-Filtersystems zur Luftreinigung. Efeututen und Drachenbäume filtern zudem auch noch Benzol aus der Umgebungsluft.

  • Birkenfeige, Nachtfalter-Orchidee und Einblatt

Die Birkenfeige ist geeignet um schwache Konzentrationen von Zigarettenrauch zu filtern. Allerdings darf man hier keine Wunder erwarten was die Beseitigung von Schadstoffen und Zigarettenrauch angeht. Bei stärkerer Belastung bzw.  regelmäßiger Rauchbelastung sind auch hier (wie in allen Fällen stärkerer Luftbelastung) elektronische Luftreiniger vorzuziehen, da diese den Pflanzen Leistungstechnisch weit überlegen sind. Die Nachtfalterorchidee (bindet zudem Xylol) und das Einblatt (sowie begrenzt die Birkenfeige) sind geeignet um geringe Belastungen von Lack- Kunststoff- und Lösungsmittelausdünstungen zu beseitigen. Die Einblatt Pflanze ist darüber hinaus gut geeignet um Trichlorethylen, Alkohol und Aceton aus der Luft zu filtern.

  • Homalomena, Schlangenwurz

Diese beiden Pflanzen sind gut geeignet um Ammoniakrückstände aus der Raumluft zu filtern und diese somit vom Ammoniak zu reinigen.
 
 

Diese Pflanzen sind geeignet um die Luftfeuchte in Wohnräumen zu erhöhen

 

  • Schwertfarn, Gerbera und Arecapalme

Die oben aufgeführten Pflanzen tragen zur Verbesserung des Klimas in Wohnräumen bei, da sie eine hohe Transpiration aufweisen. Durch die Abgabe von Feuchtigkeit über das Blattwerk erhöhen diese Pflanzen die Luftfeuchte. Durch gezielte Aufstellung dieser Pflanzen kann man die Luftfeuchtigkeit um einige Prozent erhöhen. Bei viel zu trockener Luft empfiehlt sich (zusätzlich) das Inbetriebnehmen eines Luftbefeuchters auf elektrischer Basis um die Luftfeuchte auf den idealen Wert (zwischen 50 und 60%) zu bringen.

 

Empfehlenswerte Raumluftbefeuchter und Luftbefeuchter für Lungenkranke

Wer einen Luftbefeuchter kaufen möchte steht als allererstes natürlich vor der Frage welches Modell man sich kaufen soll. Hat man sich ein paar davon angeschaut wird zwangsläufig die Frage aufkommen nach welchem Funktionsprinzip das Gerät funktionieren soll. Es gibt nämlich große Unterschiede bei den Luftbefeuchtern, die je nach Bauweise mehr oder weniger stark ausgeprägt sind. Lesen Sie mehr über die unterschiedlichen Funktionsprinzipien und die jeweiligen Vorteile und Nachteile: VerdampfungVerdunstung sowie Zerstäubung

Unserer Erfahrung nach am besten geeignet für die Luftfeuchtigkeitserhöhung in den Wohnräumen (lungenkranker) Menschen sind Verdampfer und Verdunster (letztere nur bei sachgemäßem Gebrauch und ständiger Desinfektion). Von Zerstäubern sollte aufgrund der hohen Aerosolbildungsgefahr und der hohen Verkeimungsrate abgesehen werden. Je nach Schadstoffbelastung und Wohnort ist auch ein Luftreiniger eine sinnvolle Ergänzung die zu einem gesunden Wohnklima beiträgt.

Verdampfer – Luftbefeuchtung auf Basis von Verdampfung

Verdampfer verdampfen das Wasser in dem sie es bis zum Siedepunkt erhitzen. Dadurch kann der Wasserdampf ohne Düsen oder Ventilatoren in die Raumluft abgegeben werden. Luftbefeuchtung auf Verdampfungsbasis ist hygienisch und für geschädigte Lungen geeignet, da die Keime aus dem Wasser beim Sieden abgetötet werden und somit nicht in die Raumluft gelangen können.

Vorteile des Verdampfers:

  • Hohe Befeuchtungsleistung
  • Bakterien und Keime werden abgetötet

Nachteile der Verdampfung:

  • Hoher Energieverbrauch (dafür müssen die Geräte nicht so lange eingeschaltet bleiben)
  • Nicht geeignet bei stark kalkhaltigem Leitungswasser

 

Empfehlenswerte Verdampfer zur Luftbefeuchtung auf Dampfbasis:

 

Beurer LB 88 (bis 70m²)

    (Unsere Empfehlung)

Dieser Raumluftbefeuchter basiert auf einer bakterienarmen Konstruktion und kann je nach Wahl als Verdampfer oder Ultraschallvernebler genutzt werden. Damit ist er für die Nutzung von Allergikern und Lungenkranken geeignet. Letztere sollten das Gerät jedoch nur im Verdampfermodus benutzen. Das Gerät besitzt einen großen 6 Liter Tank, der über einen ganzen Tag hinweg ausreichend ist und es ist möglich die Ausgabemenge manuell zu einzustellen. Zudem arbeitet das Gerät sehr leise, was es auch für den Dauerbetrieb geeignet macht.

Wick W-610E (bis 50m²)

Dieser Verdampfer ist geeignet zur Luftfeuchteerhöhung bis zu einer Raumgröße von 50 m². Es ist ein robuster und langlebiger Luftbefeuchter ohne elektronische Steuerung, d.h. das Gerät besitzt keine automatische Abschaltung und arbeitet mit 2 einstellbaren Leistungsstufen. Ist die gewünschte Luftfeuchte erreicht muss das Gerät von Hand abgeschaltet werden. Der Tank fasst 4 Liter, die Luftbefeuchtungsleistung ist etwas niedriger als bei dem oben genannten Modell, aber immer noch ausreichend für Mittelgroße Räume bzw. kleine Wohnungen.

 

Verdunster – Mittels Verdunstung die Luftfeuchte erhöhen

Bei der Verdunstung kommt das Wasser direkt mit der Luft in Kontakt und verdunstet, wird also an die Raumluft abgegeben. Aktive Geräte arbeiten zum Teil mit Ventilatoren, was zu unangenehmen Geräuschen führen kann. Man sollte deshalb bei der Wahl eines passenden Modells auf leisen Betrieb achten. Passive Verdunster haben diese Problematik nicht, besitzen aber auch nur eine sehr geringe Luftbefeuchtungsleistung.

Vorteile bei der Luftbefeuchtung durch Verdunstung

  • Niedriger Energieverbrauch
  • Lufttemperatur wird leicht gesenkt
  • Keine Aerosolbildung

Nachteile von Verdunstern:

  • Nur geringe Luftbefeuchtungsleistung, lange Betriebszeiten
  • Bildung von Keinem und Bakterien möglich
  • Desinfektionsmittel nötig außer bei eingebauter Ionen oder UV-Desinfektion

 

Empfehlenswerte Luftbefeuchter – Luftfeuchte mit Verdunstern regulieren

 

Air-O-Swiss E2441A

Dieses Gerät arbeitet in der ersten Stufe sehr leise und ist damit auch für dn Betrieb im Schlafzimmer geeignet. Eine Tankfüllung reicht dabei etwa für 24 Stunden Betrieb. Dank eines Ionen-Silber-Stabes werden Bakterien effizient abgetötet und das Wasser frisch gehalten. Dies geschieht auch bei ausgeschaltetem Gerät. Ebenfalls gut an diesem Gerät ist die Befüllmöglichkeit von oben. Man kann ganz einfach Wasser nachgiessen. Mit nur 20 Watt Stromverbrauch eines der ökologischsten Geräte in diesem Leistungsbereich.

Honeywell HA350E

Dieses Gerät kommt ohne Desinfektionsmittel aus da es Keime und Bakterien mittels hoher UV Strahlung abtötet. Das Gerät sorgt automatisch für eine optimale Luftfeuchte, in dem es sich abschaltet sobald die Luftfeuchte im Wohlfühlbereich liegt. Mit einer Tankfüllung kann das Gerät ca. 24 Stunden in Betrieb gelassen werden. Mit 36 Watt ist auch dieses Gerät ökologisch im Vergleich zu den Verdampfern

 

Zerstäuber – Mit Zerstäubung die Luftfeuchte in Wohnräumen erhöhen

Die Luftfeuchteerhöhung mittels Zerstäuber gelingt heutzutage meist auf der Basis von Ultraschall bzw. wird durch Druckpumpen realisiert, welche das Wasser durch kleine Düsen pressen. Nach der Nebelbildung werden meistens Ventilatoren genutzt um das vernebelte Wasser an die Raumluft zu übergeben.

Vorteile der Luftbefeuchtung durch Zerstäuber:

  • Luftemperatur wird gesenkt
  • Niedriger Energieverbrauch
  • Mittlere Luftbefeuchtungsleistung

Nachteile der Zerstäubung:

  • Keimbildung, Keime und Bakterien können mit dem feinen Wassernebel eingeatmet werden
  • Bildung von Aerosolen
  • Kondensatz- und Kalkablagerungen an Möbeln oder Wänden möglich
  • Wiederkehrende Desinfektion nötig

Für Lungenkranke Menschen empfehlen wir die Nutzung von zerstäubenden Luftbefeuchtungsgeräten nicht. Wir sprechen deshalb auch keine Empfehlung an dieser Stelle aus.

Krankheitsbilder bei denen Luftbefeuchter Sinn machen

  • Die Geräte sind auch bei Asthma und Allergiker sinnvoll. Für Asthmatiker sind Luftbefeuchter geeignet. Das gleiche gilt für Allergiker. Ebenfalls empfiehlt sich hier über einen zusätzlichen Luftreiniger nachzudenken.
  • Auch bei Mukoviszidose können Raumluftbefeuchter Sinn machen, wenn die Luftfeuchte im Winter zu niedrig ist!
  • Wer unter chronischer Bronchitis, Copd, oder starken Lungenerkrankungen leidet kann durch einen Luftbefeuchter eine Verbesserung der Symptomatik erreichen.

Wir hoffen die Zusammenfassung über die wichtigsten Kaufkriterien und die Unterschiede zwischen den einzelnen Bauweisen bei den Raumluftbefeuchtern war hilfreich für Sie und hat geholfen ein passendes Gerät für Ihre Ansprüche zu finden. Leider war im Test kein Gerät mit integriertem Hygrostat und Abschaltautomatik, gegen eine Überfeuchtung der Luft, enthalten. Luftbefeuchter mit Abschaltautomatik schaffen es, ohne eigenes Zutun die ideale Luftfeuchte zu erreichen und zu halten. Dafür haben die im Vergleich befindlichen Raumluftbefeuchter auf uns einen guten Eindruck gemacht. Ebenfalls interessante Artikel zum Thema gesundes Raumklima: Luftreinigung mittels Luftreiniger und Luftfeuchte senken mit einem Luftentfeuchter