Leben mit COPD – Therapie und Behandlung der Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung

Oktober, 2015

Inhalator Vergleich: Inhaliergeräte im Test (mobil & stationär)

Der Inhalator Vergleich: Die Testsieger der Inhalatoren & Inhaliergeräte im Test 2015

Wir haben in unserem Test die 8 meistverkauften Inhalationsgeräte miteinander verglichen. In unserem Vergleich der stationären und mobilen Inhaliergeräte zeigen wir auf wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Inhalatoren liegen und welche Erfahrungen wir im Umgang mit den spezifischen Inhaliergeräten gemacht haben. Bei allen handelt es sich um zertifizierte Medizinprodukte nach MDD & Co.

Inhalator Test 2015/2016

Das Testfeld besteht aus den 8 meistverkauften elektrischen Inhalern und beinhaltet sowohl mobile als auch stationäre Inhalatoren im Preisbereich zwischen 70 und 600 Euro. Genug Spielraum also, um neben unserem Testsieger auch den Preis/Leistungssieger zu ermitteln, der für viele Käufer besonders interessant sein dürfte.

Mobil oder stationär?

Wer sich einen Inhalator kaufen möchte, sollte sich am Anfang die Frage stellen ob ein mobiles oder stationäres Gerät angeschafft werden soll. Die heutigen mobilen Geräte haben weit aufgeholt was die Verneblungsleistung und Partikelgröße anbelangt. Für die meisten Menschen dürfte daher die Anschaffung eines mobilen Inhalierers sinnvoller sein, da man diesen bequem überall hin mitnehmen und auch außerhalb der Reichweite von Steckdosen (z.B. im Urlaub, beim Camping o.ä.) benutzt werden kann. Der Vorteil der stationären Geräte ist die kürzere Behandlungsdauer pro Intervall, da bei diesen mehr Wirkstoff in kürzerer Zeit bzw. innerhalb eines größeren Luftvolumens ausgestoßen wird.

 

Mobile Inhalatoren im Vergleich (mobile Inhalationsgeräte)

In unserem umfangreichen Vergleich dürfen tragbare elektrische Inhaliergeräte nicht fehlen. Die hier beurteilten Modelle der mobilen Inhalationsgeräte stammen von den Herstellern Beurer, Omron und Medisana. Alles bekannte Marken doch wo liegen die Unterschiede zwischen dem Beurer IH 50 Inhalator, dem Omron MicroAir U22 Taschenvernebler, dem Pari Boy Mobile und dem ebenfalls tragbaren Medisana USC Ultraschall Vernebler im Detail?

Modell Omron MicroAir U22 Beurer IH 50 Medisana USC Pari Boy Mobile S
Bild:
Preisspanne € 100-350
Preischeck
€ 70-150
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€ 70-130
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€ 300-700
Preischeck
Bewertung 1. Platz 2. Platz 3. Platz 4. Platz
Batterielaufzeit / Akkulaufzeit 3,4 Std. 2,8 Std. 1,4 Std. 40 Min.
Netzbetrieb möglich / Netzteil inkl. ? Ja / Nein (separat erhältich) Ja / Ja Nein / Nein Ja / Ja
Lautstärke Sehr leise Leise Leise Etwas lauter
Verneblungsleistung Hoch
0,25 ml/min
Hoch
0,25 ml/min
Sehr hoch
0,4 ml/min
Mittel
Partikelgröße 4,9 µm (Sehr gut) < 6 µm (Gut) < 5 µm (Gut) 3,8 µm (Sehr gut)
Technik Ultraschall Ultraschall Ultraschall Kompressor
Desinfektion Alkoholbad Auskochen, Alkoholbad Auskochen, Alkoholbad Alkoholbad
Mundstück Ja Ja Ja Ja
Nasenstück Nein Nein Nein Nein
Atemmaske (Erwachsene) Ja Ja Ja Ja
Kindermaske Ja Ja Ja Ja
Besonderheiten (Pro) Kann auch im liegen benutzt werden. Leisestes Gerät im Test. Höchste Akkulaufzeit. Kein Filterwechsel nötig. Einfache  Reinigung Zweithöchste Laufzeit im Batteriebetrieb, handlich und einfach zu reinigen. Niedrige Lautstärke im Betrieb. Höchste Verneblungsleistung im Test Niedrigste Partikelgröße, besonders lungengängig
Besonderheiten (Contra) Netzteil nur separat erhältlich Partikelgröße könnte niedriger sein für bessere Lungengängigkeit. Trotzdem noch empfehlenswert. Kann nicht im liegen verwendet werden. Relativ kurze Batterielaufzeit, kann nicht im liegen benutzt werden Sehr kurze Akkulaufzeit, Sehr hoher Preis, Filterwechsel nötig (alle 200 Betriebsstunden). Kann nicht im liegen verwendet werden.
Preis / Leistung Sehr gut Sehr gut Gut Befriedigend
Erhältlich
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Fazit: Test der mobilen Inhalationslösungen

Der Testsieger

Testsieger Omron MicroAir U22: Am besten gefallen hat uns der Taschenvernebler von Omron. Die Anwendung und Reinigung sind sehr einfach, die Bedienung erfolgt über nur einen Knopf. Darüber hinaus ist das Produkt als einziges auch in liegender Position anwendbar, hat eine gute Verneblerleistung und produziert feine und gut lungengängige Partikel innerhalb der Medizinproduktenorm. Ebenfalls Top: Die lange Akku- bzw. Batterielaufzeit des Geräts. Knapp über 3,4 Stunden hält der Tascheninhalator ohne Netzteil durch. Hier liegt auch der einzige Wermutstropfen, das Netzteil muss (bei Bedarf) separat dazu gekauft werden.

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Preis/Leistungssieger IH-50

Preis/Leistungssieger Beurer IH 50: Neben dem günstigen Preis weiß der IH 50 auch in der Handhabung zu gefallen. Die Bedienung ist einfach, die Reinigung und Desinfektion gehen im Alkoholbad schnell von statten. Im Gegensatz zum Testsieger ist die ausgestoßene Partikelgröße etwas höher, aber immer noch lungengängig genug für die meisten Anwendungsfälle.

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Stationäre Inhalatoren im Vergleich (stationäre Inhalationsgeräte)

Wir haben die gängigen Inhalatoren einem Vergleich unterzogen und zeigen hier anschaulich in Tabellenform wo die Unterschiede zwischen den einzelnen Inhaliergeräten liegen. So können Sie in Ruhe vergleichen, welche der mobilen und stationären Geräte für Sie in Frage kommt. Auf der nächsten Seite unserer Testreihe können Sie dann lesen welche Erfahrung wir mit den Inhaliergeräten im einzelnen machen konnten.

Modell Pari Boy SX / Turboboy Microdrop Pro 2 Inqua BR021000 Medisana IN 500
Bild
Preisspanne € 160-230
Preischeck
€ 85-150
Preisscheck
€ 60-100
Preischeck
€ 40-60
Preischeck
Bewertung 1. Platz 2. Platz 3. Platz 4. Platz
Batteriebetrieb möglich Nein Nein Nein Nein
Filterwechsel 200 Stunden (1 Ersatzfilter inkl.) Keine Angabe (1 Ersatzfilter inkl.) 200 Stunden (1 Ersatzfilter inkl.) Alle 60 Tage (5 Ersatzfilter inkl.)
Lautstärke Leise Leise Etwas lauter Etwas lauter
Vernebler Leistung Hoch
max. 0,6 ml/min
Mittel – Hoch
0,23-0,53 ml/min
Mittel
0,42 ml/min
Niedrig
0,2 ml / min
Vernebler – Füllvolumen Medizinkammer 2ml – 4 ml 2ml – 8ml max. 8ml max. 10ml
Partikelgröße 3,5 µm (Sehr Gut) 2,72 µm (Sehr gut) < 4 µm (Sehr gut) Kompressor
Desinfektion Alkoholbad Auskochen, Alkoholbad Auskochen, Alkoholbad Alkoholbad
Mundstück Ja Ja Ja Ja
Nasenstück Nein Nein Nein Ja
Atemmaske (Erwachsene) Nein (optional erhältlich) Ja Ja Ja
Kindermaske /
Baby & Kleinkinder geeignet
Ja Ja Ja Ja
Besonderheiten (Pro) Langlebig dank robustem Aufbau. Pep System zur gleichzeitigen Atemphysiotherapie inklusive. Pari Pif Control verhindert zu schnelle Atmung und sorgt für optimale Wirkstoffaufnahme. Einstellbare Partikelgröße (rot=fein, blau=normal). Niedrigste Partikelgröße, dadurch besonders lungengängig auch bei stark verengten Atemwegen. Hohes Vernebler-füllvolumen für hohe Medikamenten-abgabe. Sehr leichte Reinigung Hohes Füllvolumen, Günstiger Preis, einfache Handhabung Nasenadapter inklusive, langer Schlauch (2m), höchstes Füllvolumen für Medikamente in der Verneblerkammer, Sehr günstiger Preis und trotzdem 5 Ersatzfilter anbei
Besonderheiten (Contra) Keine Atemmaske für Erwachsene im Lieferumfang, Höherer Anschaffungspreis. Höherer Anschaffungspreis Gerät ist lauter als die beiden erstplatzierten Modelle Niedrigste Verneblungsleistung, für manche chronische Lungenkrankheit zu niedrig. Gerät ist lauter als die beiden erstplatzierten Modelle
Preis / Leistung Sehr gut Gut Sehr Gut Sehr Gut
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Fazit: Test der stationären Inhalationslösungen

Der Testsieger

Testsieger Pari Boy SX (inkl. Turbo): Im Vergleich mit den anderen Inhalatoren bietet der Pari Boy die beste Ausstattung. So ist neben dem integrierten (und auch einzeln verwendbaren) PEP System zur Stärkung der Atemmuskulatur auch das Pif Flow System mit an Bord. Diese Technik sorgt dafür, das der Anwender (inbesondere bei Kindern sinnvoll) nicht zu schnell ein- und ausatmet. So wird eine konstante Wirkstoffabgabe über den Inhalationszeitraum erreicht. Diese beiden Funktionen findet man bei den anderen Inhaliergeräten leider nicht und auch ansonsten weiß der Pari Boy zu überzeugen. Er hat die höchste Verneblungsleistung, eine ausreichende Füllkammer und war zudem das leiseste Gerät im Test.

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Preis/Leistungs Sieger

Preis/Leistungssieger Inqua BR021000: Das Modell von Inqua (gehört zur Pari Unternehmensgruppe) ist ein empfehlenswerter stationärer Inhalator und im Vergleich mit dem hochpreisigen Pari Modell deutlich günstiger. Dafür ist das Gerät lauter und es fehlen die Zusatzfunktionen.  Die Verneblerleistung und die Partikelgröße jedoch sind auf einem guten Niveau und völlig ausreichend für akute und chronische Lungenerkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Die Handhabung ist einfach und auch die Reinigung geht problemlos von statten. Der Klare Preis/Leistungssieger.

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Preis-Tipp

Preis-Tipp Medisana IN 500: Wer auf zusätzliche Funktionen verzichten kann und mit der niedrigeren Verneblerleistung auskommt, erhält mit dem IN 500 von Medisana einen sehr günstigen und dennoch guten elektrischen Inhalator. Bei schweren Lungenkrankheiten kann die Verneblungsleistung zu niedrig sein, bei akuten (Schnupfen, Nebenhöhlenproblemen, Allergien) ist das Gerät jedoch völlig ausreichend. Gleiches gilt für die meisten minderschweren bzw. weniger stark ausgeprägten chronischen Lungenkrankheiten. Der Preis inklusive 5 Ersatzfiltern ist unschlagbar günstig und ein Nasenaufsatz ist ebenfalls im Lieferumfang. Unser Preistipp!

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Die einzelnen Inhalatoren im Test

Hier nochmal alle von uns getesteten Inhalationsgeräte als Übersicht.
Stationäre Inhalatoren für Zuhause:Pari Boy SX / Turboboy, Microdrop Pro II, Medisana IN 500 Kompaktinhalator (Compact), Inqua BR021000 Inhaliergerät
Mobile Inhalatoren für Unterwegs: Beurer IH 50 Inhalator, Omron MicroAir U22 Taschenvernebler, Medisana USC, Pariboy Mobile Ultraschall-Inhalationsgerät

 

Test: Sind Hepa Luftreiniger sinnvoll? – Luftreinigung mittels Hepafilter für Kinderzimmer, Wohn- und Schlafräume

Nicht nur für Allergiker und Lungenkranke kann es sinnvoll sein die Atemluft reinigen zu lassen. Die Abgase und der Abrieb des Straßenverkehrs (Reifen, Asphalt etc.), Industrieabgase, Rauch (Heizungsrauch, Tabakrauch) sowie auch Staub und Feinstaub wie z.B. Pollen und Sporen machen unseren Lungen immer mehr zu schaffen. Vorbei sind die Zeiten in denen man fast ausschließlich dem Zigarettenrauch die Schuld in die Schuhe geschoben hat wenn jemand an einer schweren Lungenkrankheit erkrankt ist.

Heutzutage weiss man, dass jede Form von Staub und Rauch die Lungenfunktion beeinträchtigt. Selbst die vermeintlich okölogische Heizform des Kachel- oder Kaminofens ist eine starke Gesundheitsgefahr für alle die bereits vorbelastet sind. Alle die bereits mit einer geschwächten Lunge zu Kämpfen haben, sollten in jedem Falle darüber nachdenken ein empfehlenswertes Gerät zur Reinigung der Luft (Luftreinigung) einzusetzen.

Am besten geeignet zur Luftreinigung in Wohnräumen sind unserer Erfahrung nach Luftreiniger, die mit einem HEPA Filter ausgestattet sind. Deshalb widmen wir uns in diesem Artikel auch ausschließlich den Modellen, die ein solch hochwertiges Filtersystem integriert haben. Für wenig sinnvoll erachten wir Luftreiniger ohne Filter. Diese besitzen nicht den benötigten Abscheidegrad für viele Partikel und Allergene. Selbst die besten filterlosen Luftreinigungsgeräte wie z.B. der Venta Luftwäscher scheiden nur Partikel bis zu einer Größe von bis 10 µm (Mikrometer) ab. Zum Vergleich: Die Pollengröße beginnt bei 5µm, die Größe von Pilzsporen ab 3µm. Die Raumluft wird durch Luftwäscher ohne Filter also nicht ausreichend gereinigt, weshalb wir auf derartige Modelle sowie Geräte mit reiner Ionen Funktion in unserem Luftreinigervergleich verzichtet haben.

Welche Schadstoffe filtert ein Luftreiniger mit Hepa Filter bei der Luftreinigung aus der Atemluft

Ein gutes Luftreinigungsgerät auf Hepa Basis filtert nicht nur Schmutz und Feinstaub aus der Luft, sondern reinigt diese auch von Viren und Bakterien. Auch Allergene und andere Schadstoffe die sich in der Atemluft befinden werden von guten Luftreinigern herausgefiltert. Dazu gehören auch lungengängige Aerosole, Pollen und feinste partikel im Rauch (Zigarettenrauch).

Die besten Luftreiniger im direkten Vergleich: Diese Luftreinigungsgeräte sind empfehlenswert

Nach längerer Recherche im Internet habe ich verschiedene Luftreiniger ausprobiert und möchte euch kurz meine Erfahrungen mit diesen Geräten schildern. In Rahmen meines Tests habe ich die einzelnen Luftreinigungsgeräte im Betrieb miteinander verglichen. Neben dem jeweiligen Produkt findet ihr einen kurzen Erfahrungsbericht meinerseits. Diese Luftwäscher sind empfehlenswert und eignen sich zur Luftreinigung in Wohnräumen und Büroräumen sowie mit einer Ausnahme (Honeywell, zu laut) auch für den dauerhaften Einsatz im Kinderzimmer bzw. Schlafzimmer.

    Philips AC4072/11 (Bester Raumluftreiniger, Mein Testsieger)
    Der Philips Raumluftreiniger bietet von allen, mir bekannten Filtersystemen, die höchste Filterklasse. Der Lautstärkepegel ist aus meiner Erfahrung heraus angenehm leise bis deutlich hörbar, dies varriert je nach Leistungseinstellung. Bei der niedrigsten Leistungsstufe ist das Gerät m.E. auch fürs Schlafzimmer geeignet. Mit 20db an Geräuschemission handelt es sich um einen sehr leisen Luftreiniger. Dieses Modell eignet sich mit einer maximalen Luftumwälzung von 236m³/h für mittlere Räume bzw. die ganze Wohnung (bei sehr kleinen Wohnungen). Das Gerät erfüllt die Standards der EACF und filtert Partikel bis zu einer Größe von 0,2 μm (Mikrometer) aus der Raumluft. Damit erfüllt der Philips 4072 die höchste gängige Filterklasse H14 und ist somit besonders gut für lungenkranke Menschen geeignet. Es werden auch Aerosole, wie z.B. Radon, Formaldehyd-Dämpfe sowie PCP & weitere Schadstoffe gefiltert. Besonderheiten: Leisester Luftwäscher mit dem höchsten Abscheidegrad im Test. Leider ist der Sensor zur automatischen An/Abschaltung nur bei den noch teureren Modellen inklusive. Spezial Filter für Formaldehyd belastete Wohnungen, erfüllt wichtige medizinische Normen. Ebenfalls eine Besonderheit, dieses Modell mit seinem modernen Design hat auch einen stolzen Preis. Dieser variert je nach Anbieter meist zwischen knapp 500 und 600 Euro.
     
     
    Baren B-785 (Preis-Leistungs Sieger)
    Ein Alleskönner – Sehr leistungsstarker Luftwäscher für große Wohnungen bzw. Räume bei geringfügig schlechterer Filterleistung. In den hohen Leistungsstufen ist dieser Luftfiltrierer auch für große Räume bzw. kleine und mittelgroße Wohnungen geeignet. Die maximale Luftumwälzung liegt bei 365m³/h. Dabei ist das Gerät dann aber auch sehr deutlich hörbar. Auf niedrigster Stufe (Schlafzimmermodus bzw. bei angeschalteter Schlafzimmerfunktion) ist das Gerät mit einer Laufstärke von 24db fast so leise wie das Modell von Philips, nur einen kleinen Ticken lauter. Etwas schlechter schneidet der Baren dagegen beim Abscheidegrad ab. Das Gerät filtert „nur“ Partikel bis 0,3μm (Mikrometer) bzw. 0,0003mm aus der Raumluft. Damit erreicht es nicht den höchsten Standard bei den Filterklassen, ist aber immer noch in einem sehr guten Bereich für lungenkranke Menschen die ihre Lebensqualität verbessern möchten. Besonderheiten bei diesem Gerät: Die Fernbedienung ist inklusive, damit ist es auch für bettlägerische Menschen gut geeignet. Es besitzt einen Ionisator sowie eine zuschaltbare UV-Funktion zur Keimabtötung. Der ebenfalls zuschaltbare Ozongenerator sollte bei Lungenerkrankten jedoch ausgeschaltet bleiben. Was mir im Gebrauch zu Hause gut gefallen hat: Die Sensorfunktion zum automatischen An und Ausschalten. Der Sensor schaltet das Geräte anhand der gemessenen Luftwerte automatisch ein bzw. reguliert die Leistung entsprechend. Ein solches Feature gibt es auch bei Philips, allerdings nur bei den noch hochpreisigeren Luftreinigern. Der Preis für das Gerät von Baren bewegt sich in einer Preisspanne zwischen 200 und 250 Euro.
     
     
    Honeywell HA170A (Günstigstes empfehlenswertes Modell – Der Preistipp)
    Der Luftwäscher von Honeywell ist keine Schönheit, dafür aber ein langlebiges und robustes Arbeitstier das im Regelfall viele Jahre lang seinen Dienst erfüllt. Ich selbst benutze dieses Gerät seit mehreren Jahren. Leider wird das Modell meines Wissens nicht mehr produziert, weshalb ich zum Baren Luftwäscher rate wenn es auf den Preis ankommt. Mit der Abscheideklasse H13 ist die Luftreinigungsleistung ebenso wie beim Modell von Baren noch im sehr guten Bereich, es werden lediglich keine Aerosole und Gase gefiltert wie beim Philips Gerät. Geeignet ist das Gerät für kleine und mittlere Raumgrößen, die Luftumwälzung beträgt maximal 246 m² pro Stunde und ist damit ebenfalls etwa so hoch wie die Philips Gerätes. Im Betrieb ist der Honeywell mit 45db an Geräuschemission jedoch deutlich lauter als die anderen Luftreiniger, weshalb ich dieses Modell nicht fürs Schlafzimmer empfehlen würde bzw. es nur tagsüber laufen lassen würde, um die Luft im Schlafraum zu reinigen und dann bei ausgeschaltetem Gerät in der Nacht zu schlafen. Auf Besonderheiten wurde aufgrund der Preisgestaltung gezielt verzichtet, das Gerät ist ein reiner Raumluftreiniger ohne Schnickschnack (der ja auch immer kaputt gehen kann). Mit einer Preisspanne von 170 € bis 210 € ist dieses Gerät das günstigste unter den von mir getesteten Geräten.
     
     

Fazit und Unterschiede der getesteten Luftreiniger

Alle hier vorgestellten Geräte arbeiten mit hocheffizienten HEPA-Aktivkohlefilter Kombinationen und sind somit Allergikergeeignet. Das von uns empfohlene Philips AC4072/11 hat die höchste Filterleistung (inklusive der Filterung von Gasen und Aerosolen) und ist besonders leise in seiner Funktion. Dafür ist der Luftdurchsatz nur auf mittlerem Niveau. Bei Wohnungen mit größeren Räumen benötigt man i.d.R. zwei Geräte pro Wohnung. Das von Komerci vertriebene Baren Modell hat den höchsten Luftdurchsatz der von mir getesteten Geräte bei trotzdem ausreichend hoher Abscheidungsleistung (H13). Dadurch ist es auch für größere Räume bzw. kleine Wohnungen geeignet. Da auf höchster Stufe jedoch auch der Lautstärkepegel nach oben schnellt, empfiehlt sich auch hier die Nutzung von 2 separaten Geräten. Durch potente UV-Strahlung innerhalb des Gerätes, werden auch viele Keime im Filtersystem selbst abgetötet. Es besitzt zudem einen ULPA Filter, eine Weiterentwicklung des klassichen Hepa Filters. Dieser besitzt eine noch höhere Filtrierungsleistung als der im Honeywell eingesetzte Hepafilter der Klasse H13 (99,7% Abscheidewirkung). Wichtig: Auch beim Modell von Honeywell werden die filtrierten Keime nicht in die Atemluft abgegeben, allerdings können sich diese hier im Filtersystem festsetzen. Außerdem ist der Honeywell lauter im Betrieb. Für den Honeywell spricht neben günstigen Ersatzfiltern vor allem der günstige Einstiegspreis.

 

Unterschiede bei der Luftreinigung anhand der einzelnen Hepa Filterstufen

Eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Wahl eines geeigneten Luftreinigers sind die normierten Filterklassen. Klassifiziert ist hier die Abscheidewirkung von Partikeln. So filtert die Klasse E11 95 % der in der Luft befindlichen Schadstoffpartikel. Weitere Klassen sind: E12 mit 99,5% sowie die hocheffizienten Filter der H-Klasse: H13 mit 99,95% und H14 mit 99,99% Filterleistung. Für den Einsatz in Wohnräumen geeignet sind bereits Geräte mit der Hepa-Klasse E11. Noch besser zur Reinigung der Raumluft geeignet sind die Modelle ab der Filterklasse E12. Diese filtern bereits Pilzsporen (insbesondere Schimmelpilzsporen), Pollen, Viren sowie Keime und Bakterien aus der Luft heraus. Ab der Klasse 12 werden auch Asbest, Zigarettenrauch sowie die Partikelrückstände von Ölheizungen gefiltert. Die gerade noch erschwingliche und effizienteste Filterklasse (H14) filtert dann zusätzlich auch die meisten lungengängigen Aerosole aus der Luft heraus. Für schwere Asthmatiker und andere Lungenkranke Menschen ist die höchste Filterklasse zu empfehlen sofern genügend Geld für die Anschaffung vorhanden ist.


 

Wie funktioniert die Luftreinigung über einen Luftreiniger mit Hepa Filter

Das Funktionsprinzip eines Luftreinigers mit Hepa-Filtermatte besteht darin die Raumluft anzusaugen und durch das verwendete Filtermedium zu blasen. Im Anschluss wird die gereinigte Luft wieder an die Raumluft übergeben. Das Filtermedium selbst besteht aus hochfeinen Glasfasermatten, wobei diese in der Regel in einem Filtergehäuse untergebracht sind, damit die Schadstoffe beim Filterwechsel nicht eingeatmet bzw. erneut freigesetzt werden.